
Die große brasilianische Frauenrechtlerin und Candomblé-Priesterin
Mãe Beata de Yemanjá kam auf Einladung des Forum Brasil
vom 15. - 27. Juli 2008 nach Deutschland
Die bekannte brasilianische Frauenrechtlerin, Autorin und Candomblé – Priesterin Mãe Beata de Yemanjá (Mutter Beata) aus Rio de Janeiro wurde im vergangenen Jahr als erste Vertreterin der afro-brasilianischen Religionen vom brasilianischen Bundessenat mit dem renommierten Frauen-Rechts-Preis Bertha-Lutz für ihr Lebenswerk geehrt. Seit Jahrzehnten engagiert sich Mãe Beata gegen religiöse Intoleranz, Diskriminierung aller Art, Rassismus, Gewalt gegen Frauen und gegen die Unterdrückung von Minderheiten.
Initiiert noch von der letzten in Brasilien lebenden afrikanischen Prinzessin Olga de Alaketu hat Mãe Beata in einem Vorort von Rio de Janeiro 1985 ihren eigenen Candomblé-Tempel aufgebaut, den sie bis heute leitet. Candomblé ist die afro-brasilianische Naturreligion, deren Ursprünge die versklavten Menschen aus Westafrika mit nach Brasilien gebracht haben. Weltweit gehören den afro-amerikanischen Religionen ca. 80 Millionen Menschen an, vor allem in Brasilien, der Karibik, in den USA. Einer der prominentesten Anhänger des Candomblé ist der brasilianische Kulturminister Gilberto Gil.
Über Jahrhunderte wurde die Candomblé-Religion von den Sklavenhaltern und den etablierten Kirche unterdrückt und konnte nur im Verborgenen gepflegt werden. Inzwischen ist diese Phase glücklicherweise überwunden und Candomblé in Brasilien seit den 1980er-Jahren als offizielle Religion anerkannt. Zunehmend interessieren sich Menschen aus der ganzen Welt für diese sehr naturverbundene und ganzheitliche Religion, Hunderttausende reisen jährlich nach Salvador da Bahia auch um Candomblé kennen zu lernen, diverse Journalisten und Fernsehsender haben inzwischen über die faszinierende Welt des Candomblé in Brasilien berichtet.
Auf Einladung des Interkulturellen Zentrum Forum Brasil e.V. in Kooperation mit Calumed e.V. und der Unterstützung des Auswärtigen Amtes, der Heinrich-Böll-Stiftung, der Freien Universität Berlin und des Völkerkundemuseums Hamburg kam Mãe Beata nun auch nach Berlin, Hamburg und Bispingen.
In Ihren Vorträgen, Lesungen und Workshops eröffnete sie faszinierende Einblicke in ihr soziales und kulturelles Engagement ebenso wie in ihr spirituelles Wirken.
Das genaue Programm finden Sie hier.