Veranstaltungen

Auf dieser Seite stellen wir Ihnen unsere in der nächsten Zeit stattfindenden Veranstaltungen vor. Veranstaltungen, die das Forum Brasil in der Vergangenheit durchgeführt hat, sind unter dem Menüpunkt Dokumentation zu finden. Für weitere Informationen rufen Sie uns gerne an unter Tel 030 - 780 960 54.


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Black History Month mit Schwerpunkt Brasilien

1. - 26. Februar 2012 in der Werkstatt der Kulturen 

 

Jedes Jahr im Februar wird in zahlreichen Ländern der Black History Month mit Veranstaltungen zu Schwarzer Kultur und Geschichte zelebriert. Die Werkstatt der Kulturen in Berlin feiert diesen einzigartigen Schwarzen Themenmonat in diesem Jahr unter dem Schwerpunkt “Brasilien”

in Zusammenarbeit mit dem Forum Brasil und Murah Soares:

 

► Tanzperformance - Ossayins Liebeszauber

Premiere Mi 1. Feb. und 3. / 5. / 24. / 25. / 26. Feb. jeweils 20:00 Uhr

 

► Workshop - Götterspeisen

Sa, 11. Feb., 14:00-18:00 Uhr

► Ausstellung - Altäre des Candomblé


Freuen wir uns desweiteren auf Capoeira- und Candomblé-Performances; auf Konzertabende mit Samba, Baião, Maracatu, Côco und Bossanova; auf eine Off-Berlinale von und mit afro-brasilianischen Filmschaffenden sowie auf wilde Festas. Das komplette Monats-Programm gibt es hier.





Tanz-Theater von und mit Murah Soares & Company


Ossayins Liebeszauber


Premiere Mi 1. Feb. 2012

und 3. / 5. / 24. / 25. / 26. Feb. jeweils 20:00 Uhr

 

Werkstatt der Kulturen, Wissmannstraße 32, Berlin Neukölln


Murah Soares - Choreografie & Tanz
Meryl Prettyman, Shirley Rodrigues, Nem (Nei) - TänzerInnen
João Eduardo Albentini - Sprecher
Juninho Quebradera, Valdir Juvenal, Forró Alabê, Leo - Perkussion

 

 

Die Tanz-Theater -Inszenierung Ossayins Liebeszauber erzählt die Geschichte der Orixás aus der Mythologie des afro-brasilianischen Pantheons (Götterhimmel). Yemanjá, Königin der Meere, isst mit ihren beiden Söhnen, Ogum und Oxossi, zu Abend. Danach möchte Oxossi, Orixá der Jagd, in den Wald gehen, doch Yemanjá will ihn aufgrund einer bösen Vorahnung davon abhalten. Entgegen dem Willen seiner Mutter geht er auf die Jagd und trifft auf den zweigeschlechtlichen Orixá der Heilkräuter und Natur, Ossayin. Durch die Anwesenheit Oxossis fühlt er/sie sich sowohl gestört als auch angezogen. Oxossi verliebt sich in Ossayin durch einen ihm verabreichten Liebestrank. Ossayin erwidert diese Liebe und Oxossi entschließt sich, den Wald nicht wieder zu verlassen.
Ogum wird von seiner besorgten Mutter auf die Suche nach seinem jüngeren Bruder in den Wald geschickt. Auf brutale Weise schlägt sich dieser seinen Weg durch den Wald. Ossayin, entsetzt von dieser Grobheit, gibt auch seinem Bruder den Liebestrank. Worauf auch Ogum dem Zauber verfällt, doch seine Liebe soll unerwidert bleiben...

Der brasilianische Tänzer und Choreograf Murah Soares wuchs im Candomblé-Tempel seiner Großmutter in Salvador/Brasilien auf. Dort wurde er zum Babalorixá (höchste Initiationsstufe und Tempelvorsteher) geweiht und leitet seit 2007 den ersten Candomblé-Tempel Deutschlands.
In seinem Stück Ossayins Liebeszauber verbindet er sein tänzerisches Können mit seinem profunden Wissen um die afro-brasilianische Mythologie und ihren Orixás. 

 

Eintritt 10 € / 8 €



Workshop

 

Götterspeisen

Rituelle Tänze, Speisen und Gesänge für die Orixás aus dem Candomblé mit Murah Soares

 

Sa, 11. Feb. 2012, 14:00 - 18:00 Uhr

 

Werkstatt der Kulturen, Wissmannstraße 32, U-Bahn Hermannplatz

 

Die Verbindung zwischen den Menschen und dem Göttlichen wird im Candomblé auf verschiedene Weisen hergestellt. Wichtige Wege der Anrufung sind Rhythmus, Tanz, Gesang und rituelle Speisen. In diesem Workshop gewinnen die Teilnehmenden faszinierende Einblicke in die Welt der Orixás, sie lernen ihre Tänze und Gesänge kennen – und bereiten ihnen gemeinsam ein heiliges Mahl. Diese uralten Techniken führen zu einer Kommunikation zwischen Gott und Mensch - man »tanzt mit den Göttern«.

 

Der Babalorixé (Candomblé-Priester) Murah Soares ist professioneller Tänzer und wuchs im Candomblé-Tempel seiner Großmutter in Salvador/Brasilien auf, wo er zum Babalorixá (höchste Initiationsstufe und Tempelvorsteher) geweiht wurde. Er leitet mit dem »Ilê Obá Silekê« in Berlin seit 2007 den ersten Candomblé-Tempel Deutschlands, in dem auch regelmäßig öffentliche Rituale und Candomblé - Workshops stattfinden.

 

Voranmeldungen bitte bis Montag, den 6. Februar 2012,

unter info@werkstatt-der-kulturen.de oder 030 609 77 00 Weitere Infos unter www.candomble-berlin.de

Teilnahmegebühr 30 € 



Ausstellung

 

Altäre des Candomblé

 

Mi 1. - 26. Feb. 2012

 

Werkstatt der Kulturen, Wissmannstraße 32,  Berlin Neukölln
 

 

 

Für den Black History Month 2012 in der Werkstatt der Kulturen wird der in Berlin ansässige Babalorixá Murah Soares eine in Deutschland einmalige Sonderausstellung mit acht verschiedenen Altären des Candomblé  errichten.

 

Der Candomblé ist eine afro-brasilianische Religion, deren Ursprung in der Religion Ifá liegt, die im alten Yoruba-Reich (heutiges Benin und Südwestnigeria) entstand. Die Stadt Ile-Ife war seit ältester Zeit ihr religiöses Zentrum. Vom 8.-15. Jahrhundert erlebte sie ihre Blütezeit.

 

Trotz Islamisierung und Christianisierung ist Ifá auch heute noch fester Bestandteil des kulturellen und spirituellen Lebens vieler Yoruba. Im Zuge der europäischen Versklavung von AfrikanerInnen und ihrer anschließenden transatlantischen Deportation in die Amerikas, wurden v.a. Angehörige der Yoruba, Ewe, Fon und Bantu nach Brasilien verschleppt. Ihre Religionen und die dazugehörige Musik nahmen sie mit. Jahrhundertelang von der katholischen Kirche als »Naturreligion « diskreditiert und verfolgt, glaubt auch der Candomblé an einen allmächtigen Gott (Olurun) als höchstes Prinzip. Wegen seiner überwältigenden Kraft wird er jedoch nur selten direkt verehrt. Stattdessen werden seine göttlichen Aspekte – die Orixás – angerufen.

 

Die einzelnen Orixás haben jeweils spezifische Eigenschaften. Ihnen werden bestimmte Farben und Symbole zugeordnet und sie erfahren jeweils eine ganz eigene Form der Verehrung und Anrufung durch unterschiedliche Tänze, Rhythmen, Gebete, Gesänge und kunstvoll geschmückte Altäre, die zu estgelegten Terminen und Zeiträumen errichtet werden. Auf diesen von PriesterInnen des Candomblé geschmückten Altären, werden dem jeweiligen Orixá zugeordnete Opferspeisen, Getränke, Insignien oder auch Pflanzen und Mineralien ausgestellt bzw. dargebracht.  

 

Weitere Infos über den Black History Month und die Ausstellung gibt es hier.



 

 

Öffentliches Ritual zu Ehren

Yemanjá

mit Babalorixá Muralessy

 

am Samstag, 4. Februar 2012

um 14:30 Uhr im Forum Brasil

 


Yemanjá ist die Gottheit des Meeres und der Mutterschaft. Sie ist die Mutter aller Orixás und der gesamten Menschheit, Hüterin des Heimes und Schutzpatronin der Seefahrer. Die wörtliche Übersetzung ihres Namens lautet "Mutter der Fische". Sie symbolisiert die Kraft der Weiblichkeit. In Brasilien wird Yemanjá direkt mit dem Meer assoziiert und als Meereskönigin verehrt.

Die Töchter Yemanjás sind robuste Frauen, kräftig und voller Sinnlichkeit. Sie sind großzügige Menschen, haben viele Freunde, sind besitzergreifend und beeinflussen das Leben der Menschen, die sie lieben.

Herzlich sind alle Interessenten, Freunde und Neugierigen eingeladen!


 Keine Anmeldung erforderlich

Bitte in weißer Kleidung (Frauen mit weißem Rock) erscheinen.

Bitte Blumen und Kerzen mitbringen.

(um Spende wird gebeten)



 

RODA DE CAPOEIRA ANGOLA

mit Mestre PimPim

So 19. Feb. 2012 um 16:00 Uhr

 

in der Werkstatt der Kulturen

 

 

Mestre Pim-Pim, ist Musiker, Produzent und Lehrer – aber vor allem ist er Capoeirista. Anlässlich des BHM 2012 präsentiert Mestre Pim-Pim eine »Roda de Capoeira Angola«. Capoeira ist eine brasilianische Kampfkunst bzw. ein Kampftanz, dessen Ursprung auf den afrikanischen NíGolo (»Zebratanz«) zurückgeführt wird. Capoeira wurde während der Kolonialzeit in Brasilien von versklavten Afrikanern praktiziert und weiterentwickelt. Kulturgeschichtlich ist Capoeira Angola eine der wichtigsten afro-brasilianischen Erscheinungsformen. Hier vereinen sich Kunst, Körper und Geist. Capoeira stärkt die eigene Identität und erinnert an Widerstand, Befreiung und soziale Transformation. In einer Capoeira Angola Runde („roda“) finden Kampf, Tanz, Herkunft, Musik, Theater, Philosophie, Spiritualität, Spaß und Spiel ihren Ausdruck. Diese Roda besteht aus einem Kreis von Capoeiristas und den Musikern. Immer zwei Capoeiristas kämpfen in der Roda, wobei in der Capoeira für einen Kampf der Begriff »Spiel« verwendet wird. Let’s play!

 

Teilnahmegebühr 5 € / 3 €